Der Wahre Preis
Wie viel teurer ist es wirklich geworden – und wie viel mehr verdienen wir? Vergleiche dein Bauchgefühl mit den amtlichen Zahlen des Statistischen Bundesamts: für Waren, Branchen und Zeiträume von 10 bis 50 Jahren.
Auf einen Blick: Kaufkraft der Löhne
Um wie viel Prozent hat sich der durchschnittliche Vollzeit-Verdienst real verändert, also nach Abzug der allgemeinen Preissteigerung?
1 · Dein Vergleich
2 · Dein Gefühl gegen die Zahlen
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3 · Der Verlauf
Entwicklung seit Beginn des Zeitraums, Startjahr = 100.
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4 · Was wurde teurer – was günstiger (im Vergleich zu den Löhnen)?
Preissteigerung je Position im gewählten Zeitraum. Die Linie zeigt die Lohnentwicklung. Blau: weniger gestiegen als die Löhne (relativ günstiger). Rot: stärker gestiegen (relativ teurer). Klick auf eine Zeile wählt die Position oben aus.
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5 · Wie lange musste man dafür arbeiten? 1976 → 1996
Durchschnittspreise ausgewählter Waren (früheres Bundesgebiet) und die Arbeitszeit, die der durchschnittliche Vollzeit-Verdienst dafür bezahlt. Lies es so: „Für ein Pfund Kaffee arbeitete man 1976 so viele Minuten – 1996 so viele.“
Rechenannahme: 173 bezahlte Arbeitsstunden im Monat (40-Stunden-Woche) in allen Jahren, Bruttoverdienst. Die tatsächliche Wochenarbeitszeit war 1976 höher; die absoluten Minuten sind daher grobe Richtwerte, der Vergleich der Jahre wird davon nicht verzerrt. Das Statistische Bundesamt weist darauf hin, dass sich Qualitäten über die Jahre ändern. Neuere Euro-Durchschnittspreise je Packung veröffentlicht es nicht als durchgehende Reihe – für die Zeit danach zeigen Abschnitt 4 die Preisindizes.
6 · Deine persönliche Inflation
Trag ein, wofür du im Monat Geld ausgibst. Die Voreinstellung folgt dem amtlichen Warenkorb (Gewichte 2020, auf 3.000 € skaliert – ein Beispielwert). Wohnen und Energie machen bei vielen mehr aus als im Durchschnitt, Reisen und Elektronik weniger.
7 · Dein Bundesland & die Miete
Die ehrliche Gegenprobe: Mieten sind in vielen Regionen das größte Thema. Der Index misst Nettokaltmieten bestehender Mietverhältnisse – nicht die Angebotsmieten bei Neuvermietung.
8 · Lebensqualität im gewählten Zeitraum
Drei Größen, drei Skalen: Lebenserwartung, Urlaub und Wohnfläche pro Person. Der Zeitraum folgt deiner Auswahl oben.
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9 · Die aktuellen guten Nachrichten
10 · Was Europa für Deutschland getan hat
Aktuelle Meldungen und Zahlen zu EU-Programmen, die in Deutschland ankommen – jeweils mit offizieller Quelle.
Wie ist das gerechnet – und was fehlt?
- Preise: Verbraucherpreisindex (VPI) des Statistischen Bundesamts, Jahresdurchschnitte, Basis 2020 = 100. Vor 1991 gibt es nur den Preisindex für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte im früheren Bundesgebiet; er wurde 1991 an den VPI angeschlossen. Das ist ein Datenbruch: vor 1991 gilt Westdeutschland, danach Gesamtdeutschland.
- Einzelpositionen: VPI nach Verwendungszwecken (COICOP), ab 1991 (Nettokaltmiete ab 1995). Bei Elektronik rechnet die Statistik Qualitätsverbesserungen heraus – deshalb sinken dort die Preise stark. Für 40 und 50 Jahre gibt es keine durchgehenden Einzelreihen; dort zeigt die Seite den Gesamtindex und die Preise aus Abschnitt 5.
- Löhne (Gesamtwirtschaft): durchschnittliche Bruttomonatsverdienste von Vollzeitbeschäftigten in Euro. Bis 1990 früheres Bundesgebiet, ab 1991 Deutschland (bei 10–30 Jahren) bzw. früheres Bundesgebiet (bei 40–50 Jahren). Ab 2022 stammen die Werte aus der neuen Verdiensterhebung; der Vergleich mit früheren Jahren ist nur eingeschränkt möglich (Reihenbruch 2021/22).
- Löhne (Branchen): Index der durchschnittlichen Bruttomonatsverdienste nach Wirtschaftszweigen (WZ 2008), nur ab 2007 verfügbar – deshalb nur für den 10-Jahres-Vergleich. Bei längeren Zeiträumen gilt die Gesamtwirtschaft.
- Reallohn: (1 + Lohnänderung) ÷ (1 + Preisänderung) − 1. Brutto, ohne Steuern und Sozialabgaben, ohne Arbeitszeitänderungen.
- Zeiträume: „10 Jahre“ bedeutet Jahresdurchschnitt 2016 bis Jahresdurchschnitt 2025 usw. Aktuelle Monatswerte (z. B. 2026) sind nicht enthalten.
- Was nicht drin ist: Durchschnitte sagen nichts über deine persönliche Lage. Nicht enthalten sind Immobilien-Kaufpreise, Vermögen, Zinsen, Steuern und Abgaben sowie die Entwicklung der Qualität und Vielfalt von Waren.
Quellen
- Statistisches Bundesamt (Destatis), GENESIS-Online: Tabellen 61111-0005, 61111-0007, 61111-0010, 61111-0020 und Statistische Berichte „Verbraucherpreisindex – Lange Reihen ab 1948“ sowie „Preisindizes für die Lebenshaltung – Lange Reihen 1948–1999“.
- Destatis: Durchschnittliche Bruttomonatsverdienste (Zeitreihe, Stand 1.4.2026); Verdiensterhebung, Index der Bruttomonatsverdienste nach Wirtschaftszweigen (Tabelle 62361-0xxx, Reihen über DBnomics abgerufen).
- Destatis: „Preise ab 1948 bis 2002“ (Durchschnittspreise ausgewählter Güter).
- Lebenserwartung bei Geburt (Abschnitt 8): Eurostat, Tabelle demo_mlexpec (Deutschland insgesamt, 1960–2023; Ost und West bis 1990 zusammengefasst); Höchstwerte 2025: Destatis, Pressemitteilung Nr. 236 vom 7.7.2026.
- Wohnfläche je Einwohner (Abschnitt 8): Statistisches Bundesamt (Bestandsfortschreibung), Stützpunkte 1990, 2011 und 2024 nach Umweltbundesamt, 2025: Destatis, Pressemitteilung Nr. 250 vom Juli 2026 (49,5 m²). Zensus-Anpassungen können Brüche verursachen.
- Urlaub (Abschnitt 8): 1999 durchschnittlicher tariflicher Urlaubsanspruch Westdeutschland (DIW Berlin, Wochenbericht 15/2004); „üblich 30 Tage“ in Tarifverträgen: WSI/Hans-Böckler-Stiftung, Pressemitteilung vom 11.6.2024; gesetzlicher Mindesturlaub: Bundesurlaubsgesetz. Eine durchgehende amtliche Reihe der tariflichen Urlaubstage gibt es nicht.
- Gute Nachrichten (Abschnitte 9 und 10): jeweils die oben verlinkte offizielle Quelle (EMA, Destatis, Fraunhofer, EU-Kommission u. a.); Auswahl und Kurzfassung durch iqcomp.de, wöchentlich aktualisiert.
- Daten: © Statistisches Bundesamt (Destatis), 2026, Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0; eigene Berechnungen und Darstellung.